Die Gründung von Pfingstgemeinden in Deutschland 1945-2005

  • Implikationen für intentionale Mission im 21. Jahrhundert
  • von Paul Clark

In den vergangenen 100 Jahren sind viele Pfingstgemeinden in Deutschland aufgrund sehr unterschiedlicher Situationen entstanden und gewachsen. Paul Clark, Missionar der AoG (Assemblies of God, USA), Gemeindegründer und Pastor der BFP-Gemeinde Bad Dürkheim, hat sich auf eine Spurensuche begeben. Dabei hat er sich in seiner Arbeit auf die Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis 2005 beschränkt. Diese 60 Jahre geben schon einen guten Überblick, wie in Deutschland „Gemeinde wird“. Weltweit erlebt die Pfingstbewegung ein deutliches Wachstum – hier vor allem Südamerika und Afrika. In Deutschland sind scheinbar nur leichte Zuwächse möglich.

Wie kann das sein, was sind mögliche Ursachen? In neun Kapiteln stellt der Autor nicht nur die verschiedenen Möglichkeiten und Modelle von Gemeindegründung in Deutschland vor, sondern macht auch deutlich, welche geschichtlichen Hintergründe mit dazu führen, dass Gemeindgründung und -wachstum keine „Selbstläufer“ sind“.

Bei diesem Werk handelt es um eine Studie, die ergebnisoffen fragt: Was können wir aus der bisherigen Arbeit lernen, welche Prinzipien sind hilfreich, und welche Ansätze besonders effektiv? Um nachvollziehbare Antworten geben zu können, wurde eine Datenbank erstellt, in denen die verschiedenen Gründungswege erfasst wurden. Dabei wurden nicht nur BFP-Gemeinden angefragt, sondern auch Gemeinden des Mülheimer Verbandes und der Gemeinde Gottes (Urbach).

Aus den Rückmeldungen haben sich haben sich elf Ansätze herauskristallisiert, wie neue Gemeinden entstehen. So führte beispielsweise die Sammlung deutscher Flüchtlinge, die ihre Heimat in den Ostgebieten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges verlassen mussten, in den fünfziger und sechziger Jahren zu etlichen Gemeindegründungen. Oder auch die Entsendung ausländischer Missionare wie auch die Gründung einer Gemeinde durch eine bestehende sind Möglichkeiten, die hier gut abgebildet werden. Den Abschluss dieser Studie bilden eine Bewertung der Daten und Fakten, sowie der Appell, Gemeindegründung in den einzelnen Verbänden lebendig und effektiv zu gestalten.

Das Buch liegt sowohl in deutscher wie auch englischer Sprache vor und ermöglicht Gemeindegründer wie auch allgemein am Thema Interessierte  einen guten Einblick in die vielseitigen (und vielschichtigen) Möglichkeiten von Gemeindegründung in Deutschland.